CDU, Grüne, SPD, Linke und Volt stimmten für den Radentscheid, nur der Bürger Bund Bonn und die FDP stimmten dagegen.
Wir freuen uns riesig, dass wir nicht nur über 28.000 Bürger:innen Bonns überzeugen konnten, sondern dass sich nun auch die Politik unseren Zielen anschließt. Die große Zustimmung auf der Straße, als auch jetzt im Stadthaus, zeigt den starken Willen der Bonner:innen zur Verkehrswende. Um jetzt unsere gemeinsame Vision einer lebenswerten, kinderfreundlichen und klimagerechten Stadt Bonn zu realisieren, sind weitreichende strukturelle Veränderungen nötig. Die Umsetzung unserer Forderungen ist nicht ohne eine Umorientierung in der Stadt- und Verkehrsplanung, sowie entsprechende Personalstellen in der Stadtverwaltung möglich. Es geht uns dabei nicht darum, Radfahrende gegen Autofahrende auszuspielen. Die ganz große Mehrheit der Bonner:innen haben sowohl ein Rad, als auch ein Auto zur Verfügung und sind somit sowohl Radfahrende, als auch Autofahrende. Viele werden bei einer verbesserten Radinfrastruktur immer mehr Wege mit dem Rad zurücklegen. Mehr Platz für Fuß-und Radverkehr bedeutet daher auch mehr lebenswerter Raum für ganz Bonn.

Hauptkritikpunkt der wenigen ablehnenden Stimmen im Hauptausschuss war die Finanzierbarkeit der Maßnahmen. Allerdings sind Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur wesentlich günstiger als solche für den motorisierten Verkehr. Viele Maßnahmen können im Rahmen ohnehin notwendiger Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden und vor allem kann die Stadt zahlreiche Fördergelder abrufen. Das gerade gestartete Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ fördert Maßnahmen, wie die des Radentscheids, dabei mit bis zu 90%.
Nun heißt es für uns, die Umsetzung aufmerksam und kritisch zu begleiten, denn die Qualität der tatsächlichen Ausführung wird letztlich über den Erfolg unseres Bürgerbegehrens entscheiden. Wir bleiben dran!




Schreibe einen Kommentar