Die folgende Karte zeigt die von uns vorgeschlagenen konkreten Routenverläufe der 10 Velorouten. Darunter finden sich Beschreibungen der Routenverläufe und einiger offener Baustellen, an denen aktuell eine gute, sichere Führung für den Radverkehr fehlt.
Die Route verläuft am linken Rheinufer durch die gesamte Stadt von Nord nach Süd. Hier gibt es bereits gut ausgebaute Teilstücke wie z.B. zwischen Zweiter Fährgasse und dem Langen Eugen. Auch der aktuell stattfindende Umbau des Rheinufers in Höhe des Alten Zolls wird gute Radinfrastruktur auf dieser Route schaffen. Stellen, die noch besser ausgebaut werden müssen sind z.B. die Führung durch die Rheinaue oder ganz nördlich die Führung zur Mondorfer Fähre, die beide z.Zt. viel zu schmal sind.
Die zweite Route verläuft am rechten Rheinufer, ebenfalls von Nord nach Süd durch die gesamte Stadt. Auch hier gibt es schon gut ausgebaute Teilstücke wie z.B. die erst vor wenigen Jahren verbreiterte Strecke durch die rechtsrheinische Rheinaue. Eine aktuell schlecht ausgebaute Stelle ist z.B. die Führung rund um die Nordbrücke.
Ebenfalls als Nord-Süd-Verbindung angelegt verläuft Route 3 von den Godesberger Stadtteilen entlang der linksrheinischen Bahngleise ins Zentrum und von dort entlang der Radpendlerroute Richtung Bornheim und Alfter.
Auf dieser Route gibt es viele offene Baustellen: Die verwirrende Verkehrsführung in der Kaiserstraße, die fehlenden Brücken Am Probsthof und über die L113, die fehlende Verkehrsführung entlang der Thomastraße inkl. des für den Radverkehr schlecht gebauten Kreisels zur Rabinstraße sind nur einige der offenen Baustellen auf dieser Route.
Die Route verläuft als Ost-West-Verbindung durch die Stadt: aus Sankt Augustin kommend entlang der B56 über die Kennedybrücke, die Oxfordstraße, durch die künftige für den Radverkehr ausgebaute Viktoriaunterführung, weiter durch Weststadt und Endenich wieder zur B56 und Richtung Duisdorf.
Offene Baustellen auf dieser Route sind neben der noch zu bauenden Viktoriaunterführung die aktuell unklare und nicht für den Radverkehr ausgebaute Ortsdurchfahrt durch Endenich sowie die Führung durch die Seitenstraßen der Weststadt, wo der Radverkehr aktuell keine Vorfahrt hat und wo auch noch zu viele Autos aufgrund fehlender Verkehrsberuhigungsmaßnahmen fahren. Auf der Beueler Seite fehlt insbesondere ein Ausbau des Stücks zwischen Kennedybrücke und der Kreuzung zur Combahnstraße. Bereits geplant ist hier der Ausbau ab der Combahnstraße bis etwa zur Königswinterer Straße im Zuge der Verbreiterung der B56 für die Stadtbahn.
Route 5 führt aus Hangelar über die alte Bahnstrecke zum Beueler Bahnhof und von dort durch die Ringstraße zum Rhein, der durch eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke gequert werden soll, wodurch eine direkte Verbindung zur Zweiten Fährgasse entsteht. Weiter durch die Südstadt (Weberstraße, Kurfürstenstraße, Jagdweg) geht es dann durch den Wald und über die Robert-Koch-Straße hoch auf den Venusberg zum Uniklinikum.
Offene Punkte sind hier die Robert-Koch-Straße selbst, die neue Brücke über den Rhein, ein Radweg auf der alten Bahntrasse sowie eine ausreichend breite und sichere Führung durch die Südstadt. Auch die Unterführung am Beueler Bahnhof ist deutlich zu schmal und mit zu engen Kurven versehen.
Veloroute 6 verläuft vom Rhein in Castell (Römerkran) über die Ringe und die Westerwellebrücke zur Endenicher Allee. Durch Endenich hindurch geht es nach Lengsdorf und weiter nach Ückesdorf und Röttgen. Jenseits der Stadtgrenze entsteht ein Anschluß Richtung Meckenheim.
Offene Punkte sind hier u.a. die Durchfahrt durch Lengsdorf. Dort existiert aktuell weitestgehend gar keine Radinfrastruktur. In Endenich sind die Kreuzungen mit der Alfred-Bucherer-Straße sowie der Magdalenenstraße/Sebastianstraße Gefahrenpunkte und sollten neugestaltet werden. Auf den Ringen sind die Radwege entweder deutlich zu schmal und verlaufen zu nah am parkenden Verkehr (Kaiser-Karl-Ring) oder der Radverkehr ist nicht vom Autoverkehr separiert und die bestehende Führung motiviert Autofahrer zum ständigen zu nahen Überholen (Hochstadenring). Vor dem Römerkran an der Römerstraße existiert gar keine erkennbare Radverkehrsführung runter zum Rhein.
Veloroute 7 verläuft aus Pützchen kommend durch Küdinghoven vorbei an der Telekom über die Südbrücke und weiter über die Annaberger Straße in den Kottenforst, wo Verbindungen zur Route 5 bestehen.
Offene Baustellen sind hier u.a. die Führung unter der A59 in den Forstweg. Hier stehen Drängelgitter auf dem Radweg. Die Auffahrt auf die Südbrücke ist schmal. In der Annaberger Straße existiert keine Fahrradinfrastruktur.
Route 8 verbindet die rechtsrheinischen Stadtteile Ober- und Niederholtorf über Pützchens Chaussee und den Bröhltalbahnweg mit dem Rhein. Weiter geht es über die Kennedybrücke durch die Innenstadt (Rathausgasse, Am Hof). Durch die Poppelsdorfer Unterführung gelangt man hinter den Hauptbahnhof und in die Colmantstraße, an deren Ende Anschluss an die Routen 4 und 6 und damit weiter in die westlichen Stadtteile besteht.
Offene Punkte auf der rechtsrheinischen Seite sind hier die aktuell nicht sichere Führung an Pützchens Chaussee sowie die Kreuzung Pützchens Chaussee / Siegburger Straße, auf der eine sichere Führung – idealerweise durch eine separate Ampelphase – in den Bröhltalbahnweg fehlt. Linksrheinisch ist die Führung durch die Innenstadt aktuell unsicher. Vor der Uni teilt man sich die Fahrbahn mit sehr vielen Bussen. An der Querung der Bahngleise (Poppelsdorfer Unterführung) fehlt ein Radweg. Hier muss man aktuell absteigen und schieben. Eine Erweiterung der Bahnunterführung ist notwendig. Die Colmantstraße schließlich ist aktuell deutlich zu eng für eine Hauptroute des Radverkehrs und des ÖPNV. Hier muss deutlich mehr Platz geschaffen werden.
Route 9 führt vom Hauptbahnhof durch den Florentiusgraben Richtung Norden in die Altstadt und weiter auf die Kölnstraße. Dadurch werden Auerberg, Buschdorf und Graurheindorf erschlossen. An der Stadtgrenze besteht Anschluss nach Hersel.
Die Führung entlang der Kölnstraße ist aktuell teils ok, teils recht unsicher. Insbesondere die Kreuzung mit der Josefshöhe und Am Josephinum fällt hier negativ auf durch für den Radverkehr gefährliche freilaufende Rechtsabbieger für den Autoverkehr. Die Führung vom Hauptbahnhof in den Florentiusgraben ist seit der Neubebauung des Bahnhofsvorfelds nicht mehr erkennbar. Hier muss eine neue Lösung geschaffen werden. Auch am Chlodwigplatz fehlt eine erkennbare und sichere Radverkehrsführung zwischen Kölnstraße und Georgstraße.
Route 10 schließlich führt aus Dransdorf über Endenich (Auf dem Hügel, Frongasse, Alfred-Bucherer-Straße) und Poppelsdorf (Sebastianstraße, Sternenburgstraße) nach Kessenich. Über die Eduard-Otto-Straße geht es zur Burbacher Straße und Kessenicher Straße. Dort wird der Radverkehr in Parallelstraßen zum Autoverkehr (Hausdorffstraße) geführt, so dass Burbacher und Kessenicher Straße weitestgehend dem Radverkehr gewidmet werden und mit entsprechender Vorfahrt ausgestattet werden sollten. Auch im weiteren Verlauf geht es parallel zum Autoverkehr (Servatiusstraße) durch den Oberen Lindweg Richtung Friesdorf und Bad Godesberg, wo wir über Promenadenweg und Aennchenstraße ankommen. Nach Querung des Godesberger Zentrums geht es weiter nach Pennenfeld, Lannesdorf und Mehlem, wo u.a. mehrere Schulen direkt angeschlossen werden.
Offene Punkte auf dieser Route sind u.a. die z.Zt. fehlende sichere Radinfrastruktur in Sebastian- und Sternenburgstraße, die fehlenden Vorfahrtsregelungen für den Radverkehr bei den Führungen durch Seitenstraßen sowie einige Verbindungsstücke wie z.B. aus der Kessenicher Straße in den Oberen Lindweg.

